Alle Artikel von “Jurgen Groener

Einsatzzentrum, Ötz (A)

Neubau eines Einsatzzentrums für Feuerwehr, Bergrettung, Polizeiinspektion und Arztpraxis mit Garconniere in Ötz (A)
Auslober: Gemeinde Oetz, Oetz (A)
Status: EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb, abgeschlossen 2-2021

Grundstücksgröße: 5.158 m²
Netto-Grundfläche: ca. 2.380 m²

Weitere Infos folgen…

Wohngebäude, Innsbruck (A)

Sanierung von mehreren Mehrparteienhäusern in Innsbruck (A)
Auftraggeber: IIG – Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG

Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1
Status: Machbarkeitsstudie 12-2020 | 01-2021

Statiker: ZSZ Ingenieure, Innsbruck (A)

Grundstücksgröße: ca. 5.000 m²
Netto-Grundfläche: ca. 7.200 m²

Wohngebäude, Kaunertal (A)

Neubau eines Mehrparteienhauses in Passivbauweise im Kaunertal, Ortsteil Vergötschen (A)
Auftraggeber: Neue Heimat Tirol Gemeinnützige WohnungsGmbH
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-5, 7
Status: Machbarkeitsstudie 11-2019, Baugenehmigung 05-2020,  Ausführung 03-2021

Statik: Plantec GmbH, Kitzbühel (A)
Haustechnik: Ing. Büro Ruetz, Grins (A)
Elektrotechnik: Technisches Büro Ing. Hans Knoflach, Innsbruck (A)
Bauphysik: Fiby ZT GmbH, Innsbruck (A)
Geotechnik: Geotechnik Tirol Consult GmbH, Innsbruck (A)
Vermessung: Technisches Büro für Vermessung Udo Stürz, Landeck (A)

Visualisierung: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

Grundstücksgröße: ca. 1.120 m²
Netto-Grundfläche: ca. 910 m²

Gellner lässt grüßen!

Ein Passiv-Mehrparteienhaus im Kaunertal

Vor gut zwanzig Jahren hat es mich, als “Flachländer”, in die Berge verschlagen. Geblieben bin ich bis heute.
Dem Architekten Edoardo Gellner 1 ging es ähnlich: geboren 1909 in der Küstenstadt Opatija (Istrien – Kroatien), zog er 1947 in die Berge nach Cortina d’Ampezzo. Er baute 1964, nur 40 Kilometer von meinem niederländischen Heimatdorf entfernt, für die Familie Talamini eine italienische Eisdiele mit angeschlossenem Wohnhaus (die ich allerdings bis jetzt noch nicht besucht habe).

Nach einigen Jahren des “Anklopfens” beim größten gemeinnützigen Bauträger Tirols, bekam mein Büro den Planungsauftrag für das erste Mehrparteien-Wohngebäude in der Gemeinde Kaunertal.

Den Bauplatz besuchte ich Ende September 2019 mit einem Mitarbeiter. Ringsum mächtige Berge, steil aufragend aus der hier spärlich vorhandenen ebenen Fläche. Das Tal ist zudem so stark lawinengefährdet, dass es fast ein kleines Wunder war, eine größere zusammenhängende Fläche für die Entwicklung einer Wohnsiedlung ausweisen zu können.

Farblich war die Natur in dieser Höhe schon auf Herbst eingestellt: das Rotbraun der Lärchen, das Goldgelb der Gräser und das blasse Grün des Mooses; dazu das Graugrün der Felswände. Am Grundstück dann ein ausgeblichenes Rot eines Feuerwehrreliktes und eine verwitterte Holzwand eines angrenzenden Stadels.

Die knapp 1.200 m² große, langgestreckte Parzelle liegt auf fast 1.300m Seehöhe und ist eingeklemmt zwischen der Kaunertalstraße im Nordosten, der Zufahrtsstraße zum neuen Siedlungsgebiet im Südosten und einer Lawinenschneise, direkt nordwestlich angrenzend an das Baugrundstück.

Ein länglicher Baukörper begleitet den Straßenzug in ost-westlicher Richtung. Der Vorplatz zur Kaunertalstraße orientiert, geschützt durch ein auskragendes Dach aus Holz. Die eingehauste Einfahrt in die Tiefgarage in rauhem Beton am östlichen Ende; Terrassen, Gärten und Balkone auf der straßenabgewandten Seite und zur Mittags- und Abendsonne Richtung Südwesten. Das behördlich vorgeschriebene Satteldach eben so flach, dass der Schnee in dieser Höhenlage nicht unkontrolliert abrutschen kann.

Unmittelbar ist in der Farbgebung, der Materialisierung und der Gestaltung auch die Nähe zu Gellner’s Feriensiedlung in Corte di Cadore (I, 1954-1963), insbesondere zum Hotel Boite deutlich spürbar. Für das Gebäude in der Gemeinde Kaunertal wurden sie konzeptionell eingesetzt als Teil einer „gefundenen oder entdeckten Wahrheit 2 “.

1 Edoardo Gellner – Architekt und Forscher in Cortina d’Ampezzo (I). Geboren 1904 in Opatija (HR), gestorben 2004 in Belluno (I)
2 Friedrich Achleitner: Edoardo Gellner and a foundation Village in: Edoardo Gellner.Corte di Cadore – Skira Editore 2002

Schulgebäude, Innsbruck (A)

Sanierung von einem Schulgebäude in Innsbruck (A)
Auftraggeber: Land Tirol, Abteilung Hochbau

Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1
Status: Machbarkeitsstudie 10|11-2020 – 1.Preis

Grundstücksgröße: ca. 3.800 m²
Netto-Grundfläche: ca. 5.700 m²

Haus S., Grinzens (A)

Sanierung eines Wohnhauses in Grinzens (A)
Auftraggeber: privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-2
Status: Direktauftrag; Vorentwurf 09-2020

Grundstücksgröße: ca. 300 m²
Netto-Grundfläche: ca. 110 m²

Geschäftsraum R., Wien (A)

Sanierung eines Geschäftsraumes im 1.Bezirk in Wien (A)
Auftraggeber: bk Group AG
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1,4,7
Status: Direktauftrag, ausgeführt 01-2020

Netto-Grundfläche: ca. 160 m²

Haus K., Sistrans (A)

Neubau eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 1-8
Status: ausgeführt, Fertigstellung 02-2020

Grundstücksgröße: ca. 1.100 m²
Netto-Grundfläche: ca. 240 m²

Baumeisterarbeiten: Bauunternehmen Grüner GmbH, Mieming
Zimmererarbeiten: Zimmerei Grüner GmbH, Längenfeld
Trockenbauarbeiten: Eisner Stuck OG, Innsbruck
Metallbau: Ambrosi Metallbau GmbH, Roppen
Estrichlegerarbeiten: Ing. Markus Stock GmbH, Tux
Innen- und Außenputz: Mate & Darko Putz OG, Flaurling
Installationsarbeiten:  Auer Haustechnik & Welness, Fulpmes
Elektrotechnische Installationen: Sock Elektrotechnik GmbH, Jenbach
Fenster- und Außentüren: Freiraum 4 Handels GmbH, Vomperbach
Sonnenschutz: Freiraum 4 Handels GmbH, Vomperbach | Jannach & Picker Sonnenschutz, Vomp
Spengler- und Dachdeckerarbeiten: Spenglerei Hendl, Zirl
Tischlerarbeiten Brüstung: Tischlerei Gebrüder Falgschlunger OHG, Patsch

Foto’s: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

Das Grundstück liegt in ruhiger, exponierter Lage in der Gemeinde Sistrans und befindet sich seit Jahrzehnten in Familienbesitz. Die sich darauf befindende Gebäudestruktur hat sich in den letzten zwanzig Jahren zu einem “Reihenhauskonglomerat” aus verschiedenen, individuell gestalteten Wünschen und Sehnsüchten entwickelt. Nun soll das Haus des Großvaters aus den 1950er Jahren -sozusagen der “Kopf” der Anlage- abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Der vorliegende Entwurf versucht einerseits in seiner zurückhaltenden äußeren Gestaltung ein wenig Ruhe in das heterogene Umfeld zu bringen. Gleichzeitig wird aber durch  Weiterverwendung und Neuinterpretation von “Eigenheiten” aus dem Vorhandenen geschöpft, um damit das Haus im bestehenden baulichen Umfeld einen selbstbewussten Platz zu geben.

Das Haus wird mittels einer Luftwärmepumpe beheizt; Außenwände ohne zusätzliche Wärmedämmung betonen den nachhaltigen Charakter des Hauses und den umweltbewussten Umgang mit den Ressourcen.

Der Innenausbau erfolgte großteils in Eigenregie durch die Bauherrschaft. So entstand eine bunte Mischung aus diversen Materialien, Formen und Qualitäten, die den Räumen die persönliche Handschrift der Auftraggeber verleiht.

Publikation: Ein Reihenhaus der anderen Art, Edith Schlocker – Tiroler Tageszeitung 28.08.2020

Drei Häuser, Söll (A)

Drei Appartementhäuser in Söll (A)
Auftraggeber: Kontour Vastgoed BV
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.PE 2014: LPH 1, 2, 6
Status: Direktauftrag;  Bebauungsstudie 08-2018. Abgeschlossen 12-2019

Mitarbeit: Lorenz Pammer, Bsc.

Bürohaus, Innsbruck (A)

Sanierung eines Bürohauses in der Templstraße in Innsbruck (A)
Auftraggeber: ARE Austrian Real Estate GmbH
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 5-8
Status: Direktauftrag, ausgeführt 11-2019

Grundstücksgröße: 770 m²
Netto-Grundfläche: ca. 670 m²

Stadthaus, Innsbruck (A)

Neubau eines Mehrparteienwohnhauses in der Höttinger Gasse 37 in Innsbruck (A)
Auslober: Espada Invest GmbH, Innsbruck (A)
Status: einstufiger, geladener anonymer Realisierungswettbewerb, abgeschlossen 7-2019

Konsulent Haustechnik: Klimatherm GmbH, Zirl (A)
Mitarbeit Modellbau: Lorenz Pammer, Bsc.

Grundstücksgröße: 1.033 m²
Netto-Grundfläche: ca. 900 m²

 

Stadthaus, Schwaz (A)

Neubau eines Mehrparteienhauses in Schwaz (A)
Auftraggeber: Schafferer Holzhaus All-in-one GmbH
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-4
Status: geändert ausgeführt, Fertigstellung 07-2019

Grundstücksgröße: ca. 730 m²
Netto-Grundfläche: ca. 480 m²

Auf der Schwazer „Sonnseite“ wurde ein kleines, feines Stadthaus mit fünf Wohneinheiten in Passivbauweise geplant.
Das noch unbebaute Grundstück befindet sich in ruhiger und dennoch zentraler Lage und liegt unweit von der nördlichen Innseite und der Schwazer Altstadt. Die Umgebung war ursprünglich geprägt durch eine Mischung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern aus den 1960er und 1970er Jahren. In den letzten Jahren ist hier wie vielerorts eine verstärkte Entwicklung in Richtung Verdichtung spürbar.

Zur Zufahrtsstraße übernimmt der vorgeschlagene Baukörper in Grundfläche und Bauhöhe den Maßstab der umliegenden Bebauung; gartenseitig wurde das Haus im Erdgeschoß bewusst von den an den Grundgrenzen liegenden Nebengebäuden und Garagen der Nachbarn weggedreht. Nach oben hin ist der Baukörper auf dieser Seite zudem abgestuft, wodurch für die Appartements im 1. und 2. Obergeschoss reizvolle, großzügige Terrassenflächen geschaffen werden konnten. Raumhohe Fenster mit französischen Balkonen verleihen dem Gebäude einen gewissen städtischen Flair.

Sämtliche oberirdische, tragende Bauteile werden in Massivholzbauweise errichtet. Das Haus wird mit einer sägerauen, horizontal angebrachten Holzschalung mit Vergrauungslasur versehen. Weiß gestrichene Holzfenster mit Dreifach-Verglasung und einfache, verzinkte Stabgeländer, Spenglerbleche und Dachrinnen komplettieren das äußere Erscheinungsbild. Im Inneren finden sich Treppen und Brüstungen sowie Holzwände und -Decken in Fichte Sichtqualität. Beheizt wird das Haus mittels einer Luftwärmepumpe; die Warmwasseraufbereitung erfolgt über eine am Dach installierte Photovoltaikanlage.

Steinofen, Sistrans (A)

Neubau eines Holzbackofens in Sistrans (A)
Auftraggeber: Verein “Ein Holzbackofen als Begegnungsort für Sistrans”
Erbrachte Leistungen nach LM.VM 2014: LPH 1-8
Status: ausgeführt 06-2019

Ausführung in Eigenregie
Bausatz Backofen: Häussler, Heiligkreuztal (D)
Spenglerei: Spenglerei Hendl, Zirl
Metallbau: Schlosserei Eckmüller, Innsbruck

Foto’s: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

In einigen Gemeinden wird die Tradition des gemeinsamen Brotbackens in einem Holzofen wieder aufgenommen. In Tirol gibt es Beispiele in Telfes im Stubaital, in Hatting, bei den Don Bosco Schwestern in Stams … In Sistrans hat es laut Dorfchronisten nie einen Dorfbackofen gegeben.
An einem Ort, der für alle barrierefrei zugänglich ist, wird von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Holzbackofen errichtet. Dieser soll einmal im Monat eingeheizt werden und jede und jeder aus dem Dorf kann seinen Brotteig bringen und mitbacken lassen.
Die Wände des Ofens werden Schicht um Schicht  ohne Armierung in Stampfbeton aufgebaut und von Hand verdichtet; das tonnenförmige Dach ist aus wasserundurchlässiger Beton.

Durch das Backen soll wieder ein Bewusstsein für das Handwerk geweckt werden; Brot aus regionalen und traditionellen Zutaten, ohne Zusatzstoffe und von Hand geknetet, wie es nur mehr wenige Bäcker mit Leidenschaft betreiben. Damit wird das Interesse für eine ehrliche und „echte“ Qualität der Lebensmittel gestärkt.  Die Zeit des Anheizens und des Brotbackens kann als Zeit der Begegnung und des Austausches genützt werden.

Der Ofen wird ausschließlich über Spenden finanziert und instand gehalten.

Bahnhof, Mayrhofen (A)

Neubau eines Bahnhofes in Mayrhofen (A)
Auslober: Zillertaler Verkehrbetriebe AG, Jenbach (A)
Status: einstufiger, offener, EU-weiter Wettbewerb, abgeschlossen 1-2019

Mitarbeit: Lorenz Pammer, Bsc.

Grundstücksgröße: ca. 18.491 m²
Netto-Grundfläche: ca. 3.300 m²

Städtebau durch Verkehrsplanung
Eine Vielzahl an funktionalen Rahmenbedingungen bei gleichzeitig sehr beengten Raumverhältnissen, hat uns dazu veranlasst, die Strategie „Städtebau durch Verkehrsplanung“ zu verfolgen. Dazu optimierten wir in enger Zusammenarbeit mit einem Verkehrsplaner einige „kleinere“, aber in der Gesamtbetrachtung entscheidende Bereiche am Planungsareal, die letztendlich zum vorliegenden Projekt führten.

Passage durchs Gebäude
Entscheidend für die Platzierung der Gebäude schien uns die Entstehung eines neuen Zentrums am Areal. Wir verschoben dazu das Bahnhofsgebäude Richtung Süden – den Platz, der durch die Komprimierung des Busbahnhofs freigespielt wurde – und rückten die Betriebsleitstelle gleichzeitig von der Bahnhofshalle ab. Zwischen Bahnhofshalle und Bahnhofsgebäude legten wir das neue, eingeschossige Kundencenter, das nun direkt und über die volle Länge an die Bahnhofshalle angeschlossen ist. Das Kundencenter funktioniert dabei als eine Art Passage – eine innenliegende Fußgängerstraße – und bewirkt die innere und äußere Gliederung des Bahnhofskomplexes.

Doppelte Mitte
Auf mehreren Ebenen besitzt das Projekt eine doppelte Mitte. Stadträumlich betrachtet präsentiert sich das Bahnhofsgebäude als markanter, schwebender Riegel mit Uhr und verleihen dem Ort damit einen erkennbaren und angemessenen Ausdruck. Gleichzeitig entsteht auf Gebäudeebene durch die eingeschossige Kundenzone zwischen Bürotrakt und Bahnhofshalle eine klar definierte Eingangssituation.
Aus der Platzierung des Kundencenters ergeben sich zwei Vorplätze was die Janusköpfigkeit des Ortes unterstreicht. Nordseitig wird eine großzügige, offen gestaltete Fläche vorgeschlagen, die mit Baum, Brunnen, Sitzmöglichkeiten und E-Fahrradabstellplätzen zum Verweilen einlädt, während auf der Südseite im dichten Gefüge von Busbahnhof, Fahrradständern und Unterflurtrasse ein deutlich urbanes Erscheinungsbild herrscht.

Landhaus im Pillerseetal (A)

Neubau eines Wohnhauses im Pillerseetal (A)
Auftraggeber: i-sistem GmbH
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-2
Status: Direktauftrag; Projektentwicklung. Abgeschlossen 02-2019

Grundstücksgröße: ca. 550 m²
Netto-Grundfläche: ca. 265 m²

Der Investor hat dann gemeint: “die Anderen” würden lieber jodeln…

1984 drehte der Deutsch Filmemacher Dieter Wieland in Bayern diesbezüglich die treffende Dokumentation Bauen und Bewahren – Der Jodlerstil, die es hier im Bayerischen Rundfunk online zum anschauen gibt.

Geschäftsraum R., Graz (A)

Sanierung eines Geschäftsraumes im 1.Bezirk in Graz (A)
Auftraggeber: Bulsink Retail International BV
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1,4,7
Status: Direktauftrag, ausgeführt 10-2018

Netto-Grundfläche: ca. 115 m²

Haus O., Kauns (A)

Umbau eines Ferienhauses in Kauns (A)
Auftraggeber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-8
Status: 1.Phase ausgeführt 11-2017

Grundstücksgröße: ca. 300 m²
Netto-Grundfläche: ca. 250 m²

Elektrotechnik: Elektro-Technik Kalsberger, Prutz
Tischlerarbeiten: Martin Koch, Mutters
Foto’s: Lukas Schaller, Wien

Haus “Aifnerspitze” wurde Mitte der 1990er Jahren als Doppelhaushälfte in steiler Hanglage über vier Geschoßen errichtet. Als “letztes Haus” einer Wohnsiedlung thront es wie ein Adlersnest über die Gemeinde Kauns und bietet ein überwältigendes Panorama von den Ötztaler Alpen bis zur Samnaungruppe in der Schweiz.
Im Zuge eines Besitzerwechsels sollten die Innenräume umgestaltet und hauptsächlich für Ferien-zwecke zeitgemäß adaptiert und saniert werden.

Für die bestehenden Naßräume und den neuen Saunabereich wurde ein sorgfältig zusammengestelltes Paket an Materialien geschnürt: Terrazzofliesen für die Böden, graue Keramikfliesen im Spritz-Wasserbereich und unregelmäßig strukturierte Putzflächen in Grau- und Weißtönen wurden hier mit Eichenholz zu einem neuen, harmonischen Ganzen kombiniert.
In Küche und Essbereich wurde auf eine Mischung aus weiß geölter Eiche, mattgrauem Schicht-Stoffplatten und Naturstein gesetzt. Der Kuchenblock steht als freistehendes, multifunktionales Element in den Raum und bildet damit ein zentraler Treffpunkt zum Kochen, Trinken und Reden.

Wohnbau, Bärnbach (A)

Neubau eines gemeinnützigen Wohnbaus mit 149 Wohnungen in Bärnbach (A)
Auslober: GSL Gemeinnütziger Bauvereinigung GmbH, Graz (A)
Status: zweistufiger, österreichweit offener Wettbewerb, abgeschlossen 8-2017

Beratung Modellbau: Hannes Windisch

Grundstücksgröße: ca. 9.800 m²
Netto-Grundfläche: ca. 9.985 m²

Wir fanden unsere Inspiration für das Projekt in den für dieses Gebiet typischen Laubengang-Wohnhäusern und in den dichten Arbeitervierteln aus den 1920er Jahren in den Niederlanden, wie z.B. in Spangen in Rotterdam von Architekt Michiel Brinkman. Wir wollten bewusst keine „Solitäre auf die Wiese streuen“, sondern eine heterogene, aber unaufgeregte Mischung aus haken-, riegel- und punktförmigen Baukörpern so auf dem Grundstück platzieren, dass eine Synthese zwischen städtischem, mehrgeschoßigen Wohnbau und Gartenstadt entstehen soll.

Ziel war es, durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einer Einbindung in die (Siedlungs)Gemeinschaft und dem Schutz des Privaten, eine wohnliche Stimmung zu schaffen.

Haus M., Sistrans (A)

Umbau eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 2, 3, 5, 6
Status: Ausführung, abgeschlossen 12-2017; Entwurf, abgeschlossen 01-2018

Grundstücksgröße: ca. 670 m²
Netto-Grundfläche: ca. 130 m²

“Ein Zimmer für Vier, bitteschön!”

…Die Tür zum Wintergarten klemmt, der Geschirrspüler in der Küche funktioniert nur noch, indem ein Brett unter einen der Stellfüße gelegt wird und eigentlich möchte die Auftraggeberin für sich und ihren Sohn im Haus der Eltern ein bisschen mehr Platz schaffen.

Höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme, um die Möglichkeiten einer Sanierung auszuloten.

Das Ergebnis: die gemeinsame Küche im Erdgeschoss bekommt nach Westen einen direkt angeschlossenen „Raum für Vier“ mit offenem Kamin und kann vollständig zum Garten hin geöffnet werden.

In die Dachfläche des Hauses werden zwei große, rechteckige „Augen“ geschnitten: ein Auge für den Vater, der so gerne die Natur hinter seinem Haus beobachtet, und das andere für die Bauherrin als erhöhte Sitznische mit der Wärme der Sonne in ihrem Rücken.

Leider wurde aus dem Ganzen nichts: Papa wollte alles am Liebsten so lassen wie es schon immer gewesen ist, und Mutters Gesundheitszustand verschlechterte sich in kurze Zeit ziemlich schnell. Schade, denn das Projekt hätte bestimmt allen Beteiligten eine Freude bereitet!

Footballzentrum Tivoli, Innsbruck (A)

Neubau eines american Footballzentrums in Innsbruck (A)
Auftraggeber: IIG – Innsbrucker Immobilien Gesellschaft GmbH & Co KG
Status: geladener Wettbewerb, 2.Runde, abgeschlossen 2-2017

Grundstücksgröße: ca. 9900 m²
Netto-Grundfläche: ca. 1085 m²

Statik: Ingenieure Patscheider & Partner GmbH, Schwaz (A) – DI Philip Bittner
Mitarbeit Modellbau: Fablab Werkstaette Wattens

Ausgangssituation
Die derzeitige Situation ist geprägt von einer Vielzahl an bindenden funktionalen Notwendigkeiten. An diesem Durchzugsort, dominiert von Verkehr und Infrastruktur, nicht nur ein rein funktionales Gebäude sondern auch einen räumlich gefassten Platz schaffen zu wollen, bildet das oberste Ziel für das neue Football Zentrum am Tivoli.

Räumliche Einfügung
Die Grundidee dafür bildet ein großes Dach, unter dem sämtliche Funktionen ihren logischen Platz finden und das versucht, die Gefahr eines “kalten Rückens” zum Wiesenweg zu verhindern.
Das Gebäude präsentiert sich als langgestreckter, schmaler Pavillon. Etwas widerspenstig – selbst fast wie ein Stück Infrastruktur – hat es in einem sehr beengten Gefüge seinen Platz eingenommen.
Für die Dachkonstruktion wurde bewusst eine mächtige und unverkennbare Struktur gewählt, um sich im rauen Umfeld von Autobahn und Zubringerverkehr behaupten zu können.

Atelier G., Sistrans (A)

Umbau eines Dachbodens zum eigenen Atelier in Sistrans (A)
Auftraggeber: privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-3, 7, 8
Status:  ausgeführt 12-2015

Netto-Grundfläche: ca. 45 m²

Elektrotechnik: Mag. Peter Hofer-Zeni Elektrotechnik, Sistrans
Foto’s: Lukas Schaller, Wien

Der Dachboden des ehemaligen Gemeindeamtes wurde über die Jahre von einer Vielzahl von Vereinen genutzt. Im Zuge des Kindergarten-Neubaus wurden für den Krippenbauverein im Dorf neue Räumlichkeiten geschaffen.
Die Adaptierung des Dachbodens erfolgte as found; vorhandene Leuchtkörper und Tische wurden gereinigt und ggf. in stand gesetzt; Wände und Decken blieben unverändert und wurden weiß gestrichen. Heizkörper, Schaltermaterial, Lampen und Möbel sind allesamt gebrauchte Gegenstände die hier eine weitere Verwendung gefunden haben. Der in mitleidenschaft gezogene Boden aus OSB-Verlegeplatten wurde mit einer beige-farbenen Beschichtung versehen.
Die Räumlichkeiten sind als co-working space konzipiert und bieten die Möglichkeit für drei zusätzliche Arbeitsplätze für Jung- und Kleinunternehmer in Sistrans.
Die Ausführung des Umbaus erfolgte großteils in Eigenregie.

Haus L., Sistrans (A)

Erweiterung eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat, im Auftrag von Architektin Niki Ezra Petersen
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 1-2
Status: Vorentwurf, abgeschlossen 6-2015

Grundstücksgröße: ca. 700 m²
Netto-Grundfläche: ca. 30 m²

Ein einfaches Haus wurde in den 1980er Jahren unglücklich in einer Art “Tiroler Stil” umgebaut. Es entstand eine Vielzahl an “Zimmerchen,” die durch kleine Fensterflächen und dunkle Terracottaböden nur wenig räumliche Qualitäten aufweisen.
Die Bauherrschaft wünschte sich im Erdgeschoss nun “endlich Mal einen hellen und sonnigen Raum” zum Lesen, zum Reden oder einfach “nur” zum Sitzen.
Ein “schnittiger” Baukörper, der sensibel auf den örtlichen Gegebenheiten reagiert, versucht diesen Wunsch gerecht zu werden.
Große, gezielt gesetzte Öffnungen ermöglichen ganztäglich das Eintreten von und Leben mit der Sonne und richten den Blick auf einen alten Baumbestand am Grundstück und in das Tiroler Oberland auf Hohe Munde & co.
Böden, Wände, Decken und Fenster sind aus hellem Holz konzipiert, während Außen mit einer Oberfläche aus grobem Putz an den Bestand weitergebaut wird.

Haus P., Sistrans (A)

Neubau eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 1-3
Status: Entwurf, abgeschlossen 2-2016

Grundstücksgröße: ca. 800 m²
Netto-Grundfläche: ca. 140 m²

Ein ganz normales Haus sollte es werden…
Von Außen unauffällig und unscheinbar, wurde das Haus von innen aus entwickelt.
Durch die leichte Hanglage des Grundstücks wurden die nach oben hin intimer werdende Raumzonen um jeweils ein halbes Geschoß versetzt. Es entstand eine sehr kompakte Bauform, die durch die Platzierung des zentralen Treppenhauses Gang- und Erschließungsflächen nahezu überflüssig macht.
Das Haus ist gedacht als verputzer einschaliger Mauerwerksbau mit Ziegeldach. Holzfenster und Fensterläden betonen einerseits die von der Bauherrin gewünschte Normalität, irritieren andererseits bei genauerer Betrachtung durch ihre Lage und Große in der Fassadenfläche.
Der Baukörper wurde platzsparend am nordöstlichen Eck des Grundstückes gelegt um eine eventuelle spätere Grundstücksteilung und die Errichtung von einem weiteren Haus zu ermöglichen.

Mehrfamilienhaus, Innsbruck (A)

Erweiterung eines Mehrfamilienhauses in Innsbruck (A)
Auftraggaber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.PE 2014: LPH 2, 4, 6
Status: Studie, abgeschlossen 12-2014

Grundstücksgröße: ca. 300 m²
Netto-Grundfläche: ca. 90 m²

Dieses zentral gelegene Mehrfamilienhaus liegt an einer stark befahrenen Straße in Innsbruck. Rückseitig befindet sich im Gegensatz dazu eine wahre, großteils unbenutzte Ruhe-Oase mit großartigem Blick auf die Innsbrucker Nordkette.
Hier wird ein großes “Regal” aus Holz vor dem Haus gesetzt. Durch die gewählte Konstruktionsart können große Eingriffe in den Wohnungen vermieden und je nach Bedarf der verschiedenen Wohnungsbesitzer Balkone “eingehängt” werden. Die vorgesehenen Pflanztröge sowie eine Begrünung des Holzgerüstes schaffen einerseits eine intime Atmosphäre auf den Balkons und verstärken andererseits den Bezug zur Natur.