Alle Artikel in der Kategorie “Realisierungen

Ausgeführte Projekte und Bauten von Jürgen Groener, Architekt in Sistrans bei Innsbruck

Stadthaus, Schwaz (A)

Neubau eines mehrfamilienhauses in Schwaz (A)
Auftraggeber: Schafferer Holzhaus All-in-one GmbH
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-4
Status: geändert ausgeführt 07-2019

Grundstücksgröße: ca. 730 m²
Netto-Grundfläche: ca. 480 m²

Auf der Schwazer „Sonnseite“ wurde ein kleines, feines Stadthaus mit fünf Wohneinheiten geplant.
Das noch unbebaute Grundstück befindet sich in ruhiger und dennoch zentraler Lage und liegt unweit von der nördlichen Innseite und der Schwazer Altstadt. Die Umgebung war ursprünglich geprägt durch eine Mischung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern aus den 1960er und 1970er Jahren. In den letzten Jahren ist hier wie vielerorts eine verstärkte Entwicklung in Richtung Verdichtung spürbar.

Zur Zufahrtsstraße übernimmt der vorgeschlagene Baukörper in Grundfläche und Bauhöhe den Maßstab der umliegenden Bebauung; gartenseitig wurde das Haus im Erdgeschoß bewusst von den an den Grundgrenzen liegenden Nebengebäuden und Garagen der Nachbarn weggedreht. Nach oben hin ist der Baukörper auf dieser Seite zudem abgestuft, wodurch für die Appartements im 1. und 2. Obergeschoss reizvolle, großzügige Terrassenflächen geschaffen werden konnten. Raumhohe Fenster mit französischen Balkonen verleihen dem Gebäude einen gewissen städtischen Flair.

Sämtliche oberirdische, tragende Bauteile werden in Massivholzbauweise errichtet. Das Haus wird mit einer sägerauen, horizontal angebrachten Holzschalung mit Vergrauungslasur versehen. Weiß gestrichene Holzfenster mit Dreifach-Verglasung und einfache, verzinkte Stabgeländer, Spenglerbleche und Dachrinnen komplettieren das äußere Erscheinungsbild. Im Inneren finden sich Treppen und Brüstungen sowie Holzwände und -Decken in Fichte Sichtqualität. Beheizt wird das Haus mittels einer Luftwärmepumpe; die Warmwasseraufbereitung erfolgt über eine am Dach installierte Photovoltaikanlage.

Backofen, Sistrans (A)

Neubau eines Holzbackofens in Sistrans (A)
Auftraggeber: Verein “Ein Holzbackofen als Begegnungsort für Sistrans”
Erbrachte Leistungen nach LM.VM 2014: LPH 1-8
Status: ausgeführt 06-2019

Ausführung in Eigenregie
Bausatz Backofen: Häussler, Heiligkreuztal (D)
Spenglerei: Spenglerei Hendl, Zirl
Metallbau: Schlosserei Eckmüller, Innsbruck

Foto’s: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

In einigen Gemeinden wird die Tradition des gemeinsamen Brotbackens in einem Holzofen wieder aufgenommen. In Tirol gibt es Beispiele in Telfes im Stubaital, in Hatting, bei den Don Bosco Schwestern in Stams … In Sistrans hat es laut Dorfchronisten nie einen Dorfbackofen gegeben.
An einem Ort, der für alle barrierefrei zugänglich ist, wird von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Holzbackofen errichtet. Dieser soll einmal im Monat eingeheizt werden und jede und jeder aus dem Dorf kann seinen Brotteig bringen und mitbacken lassen.
Die Wände des Ofens werden Schicht um Schicht  ohne Armierung in Stampfbeton aufgebaut und von Hand verdichtet; das tonnenförmige Dach ist aus wasserundurchlässiger Beton.

Durch das Backen soll wieder ein Bewusstsein für das Handwerk geweckt werden; Brot aus regionalen und traditionellen Zutaten, ohne Zusatzstoffe und von Hand geknetet, wie es nur mehr wenige Bäcker mit Leidenschaft betreiben. Damit wird das Interesse für eine ehrliche und „echte“ Qualität der Lebensmittel gestärkt.  Die Zeit des Anheizens und des Brotbackens kann als Zeit der Begegnung und des Austausches genützt werden.

Der Ofen wird ausschließlich über Spenden finanziert und instand gehalten.

Haus K., Sistrans (A)

Neubau eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 1-8
Status: in Ausführung

Grundstücksgröße: ca. 1.100 m²
Netto-Grundfläche: ca. 240 m²

Baumeisterarbeiten: Bauunternehmen Grüner GmbH, Mieming
Zimmererarbeiten: Zimmerei Grüner GmbH, Längenfeld
Trockenbauarbeiten: Eisner Stuck OG, Innsbruck
Estrichlegerarbeiten: Ing. Markus Stock GmbH, Tux
Innen- und Außenputz: Mate & Darko Putz OG, Flaurling
Installationsarbeiten:  Auer Haustechnik & Welness, Fulpmes
Elektrotechnische Installationen: Sock Elektrotechnik GmbH, Jenbach
Fenster- und Außentüren: Freiraum 4 Handels GmbH, Vomperbach
Sonnenschutz: Freiraum 4 Handels GmbH, Vomperbach | Jannach & Picker Sonnenschutz, Vomp
Spengler- und Dachdeckerarbeiten: Spenglerei Hendl, Zirl

Das Grundstück liegt in ruhiger, exponierter Lage in der Gemeinde Sistrans und befindet sich seit Jahrzehnten in Familienbesitz. Die sich darauf befindende Gebäudestruktur hat sich in den letzten zwanzig Jahren zu einem “Reihenhauskonglomerat” aus verschiedenen, individuell gestalteten Wünschen und Sehnsüchten entwickelt. Nun soll das Haus des Großvaters aus den 1950er Jahren -sozusagen der “Kopf” der Anlage- abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Der vorliegende Entwurf versucht einerseits in seiner zurückhaltenden aüßeren Gestaltung ein wenig Ruhe in das heterogene Umfeld zu bringen. Andererseits wird aber durch  Weiterverwendung und Neuinterpretation von “Eigenheiten” aus dem Vorhandenen geschöpft, um damit das Haus im vorhandenen baulichen Umfeld einen selbstbewussten Platz zu geben.
Das Haus wird mittels einer Luftwärmepumpe beheizt; Außenwände ohne zusätzliche Wärmedämmung betonen den nachhaltigen Charakter des Hauses und den umweltbewussten Umgang mit den Ressourcen.

Wohnung O., Kauns (A)

Umbau einer Ferienwohnung in Kauns (A)
Auftraggeber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 1-8
Status: 2.Phase ausgeführt 07-2018

Netto-Grundfläche: ca. 50 m²

Baumeister- und Trockenbauarbeiten: Hilti & Jehle GmbH, Ried im Oberinntal
Installationsarbeiten: Luzian Bouvier Haustechnik, Zams
Elektrotechnische Installationen: Elektro-Technik Kalsberger, Prutz
Ofenbauarbeiten: Ofenbau Kiechl, Rinn
Malerarbeiten: Maler Manni, Kauns
Bodenlegerarbeiten: Raumausstattung Bruno Mair GmbH, Ried im Oberinntal
Tischlerarbeiten: Martin Koch, Mutters

Foto’s: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

Wie gestaltet man eine Wohnung für eine vierköpfige Familie auf knapp über 50m² mit Rückzugsmöglichkeiten für Alle, zwei Schlafzimmern, viel Staufläche und tagsüber ausreichend Platz zum Wohnen – noch dazu in schlecht belichteten, unproportionierten Räumen?

Inspiration für das Projekt kam aus den Niederlanden. Dort entwarf und baute der Architekt Gerrit Rietveld 1924-1925 für Truus Schröder das Rietveld-Schröder Haus. Dem Wunsch nach Flexibilität – nach offenen, einfach von einander zu trennenden Zonen, kam Rietveld entgegen, indem er mit Hilfe von Schiebewänden, Fächern, Klappen, Farben und maßgeschneiderten Möbeln unterschiedlichste Raumkonfigurationen und Atmosphären schuf.

Für den Wohnungsumbau in Kauns in Tirol lag die Schlüsselstelle darin, den Eingang in das bestehende Treppenhaus zu verlegen. Dazu war es notwendig, das Badezimmer in einer Art und Weise um zu gestalten, wie das ein Jahr zuvor im Haus Aifnerspitze bereits erfolgreich umgesetzt worden war. Die Verkleinerung des Badezimmers machte es zudem möglich, den von den Bauherrn gewünschten, permanent abgetrennten Schlafraum für die Eltern zu schaffen. Die Belichtung dieses Raumes erfolgt einerseits über ein neues Fenster in der Haustrennwand und anderseits über ein Oberlicht über der Küche.

Herzstück des Appartements bildet ein südöstlich ausgerichteter, multifunktionaler Raum, der eine Vielzahl von Möglichkeiten und unterschiedliche räumliche Erlebnisse bietet. Für den Boden wurde in allen Räumen ein widerstandsfähiger, grau geölter Dielenboden aus heimischer Esche gewählt. Als Gegensatz dazu wurden sämtliche Tischlereinbauten in hellem Ahorn ausgeführt. Dabei wurden die Schiebetüren zusätzlich weiß geölt – vom Tischler als „geblichener Ahorn“ beschrieben. Als temporäre Trennung zwischen Schlafkoje und Erschließungszone wurden grüne Wollfilzvorhänge gewählt.

Eine Vielzahl an -teilweise versteckten- Staufächern, Nischen, Schubladen und Kästen spielen geschickt auf die Nutzung als Wochenend- und Ferienwohnung ein.

Haus O., Kauns (A)

Umbau eines Ferienhauses in Kauns (A)
Auftraggeber: Privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-8
Status: 1.Phase ausgeführt 11-2017

Grundstücksgröße: ca. 300 m²
Netto-Grundfläche: ca. 250 m²

Elektrotechnik: Elektro-Technik Kalsberger, Prutz
Tischlerarbeiten: Martin Koch, Mutters
Foto’s: Lukas Schaller, Wien

Haus “Aifnerspitze” wurde Mitte der 1990er Jahren als Doppelhaushälfte in steiler Hanglage über vier Geschoßen errichtet. Als “letztes Haus” einer Wohnsiedlung thront es wie ein Adlersnest über die Gemeinde Kauns und bietet ein überwältigendes Panorama von den Ötztaler Alpen bis zur Samnaungruppe in der Schweiz.
Im Zuge eines Besitzerwechsels sollten die Innenräume umgestaltet und hauptsächlich für Ferien-zwecke zeitgemäß adaptiert und saniert werden.

Für die bestehenden Naßräume und den neuen Saunabereich wurde ein sorgfältig zusammengestelltes Paket an Materialien geschnürt: Terrazzofliesen für die Böden, graue Keramikfliesen im Spritz-Wasserbereich und unregelmäßig strukturierte Putzflächen in Grau- und Weißtönen wurden hier mit Eichenholz zu einem neuen, harmonischen Ganzen kombiniert.
In Küche und Essbereich wurde auf eine Mischung aus weiß geölter Eiche, mattgrauem Schicht-Stoffplatten und Naturstein gesetzt. Der Kuchenblock steht als freistehendes, multifunktionales Element in den Raum und bildet damit ein zentraler Treffpunkt zum Kochen, Trinken und Reden.

Atelier G., Sistrans (A)

Umbau eines Dachbodens zum eigenen Atelier in Sistrans (A)
Auftraggeber: privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.OA 2014: LPH 1-3, 7, 8
Status:  ausgeführt 12-2015

Netto-Grundfläche: ca. 45 m²

Elektrotechnik: Mag. Peter Hofer-Zeni Elektrotechnik, Sistrans
Foto’s: Lukas Schaller, Wien

Der Dachboden des ehemaligen Gemeindeamtes wurde über die Jahre von einer Vielzahl von Vereinen genutzt. Im Zuge des Kindergarten-Neubaus wurden für den Krippenbauverein im Dorf neue Räumlichkeiten geschaffen.
Die Adaptierung des Dachbodens erfolgte as found; vorhandene Leuchtkörper und Tische wurden gereinigt und ggf. in stand gesetzt; Wände und Decken blieben unverändert und wurden weiß gestrichen. Heizkörper, Schaltermaterial, Lampen und Möbel sind allesamt gebrauchte Gegenstände die hier eine weitere Verwendung gefunden haben. Der in mitleidenschaft gezogene Boden aus OSB-Verlegeplatten wurde mit einer beige-farbenen Beschichtung versehen.
Die Räumlichkeiten sind als co-working space konzipiert und bieten die Möglichkeit für drei zusätzliche Arbeitsplätze für Jung- und Kleinunternehmer in Sistrans.
Die Ausführung des Umbaus erfolgte großteils in Eigenregie.

Re-port, Sistrans (A)

Wiederverwendung eines bestehenden Carports an einem neuen Bauplatz in Sistrans (A)
Auftraggeber: privat
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 1, 4
Status: geändert ausgeführt 9-2015

Netto-Grundfläche: ca. 75 m²

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft hatte die Möglichkeit, im Ort ein bestehendes Carport günstig zu erwerben. Zu unserer großen Überraschung stellte sich heraus, das die bestehende, trapezförmige Überdachung mit nur ganz minimalen Adaptierungen am Grundstück ihrer Wohnanlage wiederverwendet werden konnte. Sämtliche Stahlbau- und Spenglerteile sowie die komplette Holzkonstruktion konnten großteils unbearbeitet wieder eingesetzt werden.
Das bestehende Dach wurde eigenhändig von den neuen Eigentümern abgetragen und mit Hilfe von Freiwilligen innerhalb weniger Tage am neuen Bauplatz wieder aufgestellt.

Wohnung F., Innsbruck (A)

Umbau einer Wohnung aus den 1940er Jahren in Innsbruck (A)
Auftraggeber: Privat
Status: Ausgeführt, 09-2013

Netto-Grundfläche: ca. 80 m²

Tischlerarbeit Küche: Helmut Schreder, Innsbruck

Büro VH, Delden (NL)

Umbau einer ehemaligen Bankfiliale zum Büro einer Werbeagentur in Delden (NL)
Auftraggeber: reclameburo VH, Delden (NL)
Status: Ausgeführt, 05-2013

Netto-Grundfläche: ca. 350 m²

Haus G., Sistrans (A)

Umbau eines Wohnhauses aus den 1960er Jahren in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Status: 1.Phase ausgeführt, 10-2008
Status: 2.Phase ausgeführt, 4-2010
Status: 3. Phase ausgeführt, 4-2012

Grundstücksgröße: 199 m²
Netto-Grundfläche: ca. 85 m²

Foto’s: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

Ziemlich maximal im Minimalen
Das einfache Haus steht auf ein Grundstück mit einer Fläche von knapp 200  m² und wurde für den eigenen Wohnzweck in mehreren Bauphasen saniert und adaptiert.
In der ersten Phase wurde im Erdgeschoß ein nachträglich eingebautes Badezimmer zugunsten der Essküche abgebrochen.
Die durch einen Wasserschaden unherstellbar beschädigten Holzböden wurden allesamt entfernt und durch einen robusten Eichenparkett ersetzt. Gang und Küche, Wc und Badezimmer bekamen Epoxydharzboden; Wände und Decken wurden neu gespachtelt und in unterschiedlichen Glanzgrade weiß gestrichen.

In den bestehenden Verbundfenstern wurde Isolierverglasung eingebaut und Dichtungen in den Rahmen eingefräst. Zusätzliche Fenster in Küche und Gang wurden in geölter, massiver Eiche ausgeführt. Ein großes und dickes Türblatt aus Holz mit eingearbeitetem Griff ersetzt die bestehende Hauseingangstür. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde der dunkle, ostseitig gelegene Hausgang durch die großzügige Neuverglasung des Windfangs räumlich aufgewertet.

Zwei Schiebetüren im Erdgeschoß ermöglichen nun einen fließenden Übergang zwischen Wohnzimmer, Küche und Gang. Die schmale Gangzone wurde durch einen raumhohen Spiegel, der auf der Rückseite einer Schiebetür aufgebracht wurde, optisch vergrößert und bietet den Kindern immer wieder ein spannendes Gegenüber.

 Badezimmer und Schlafzimmer im ersten Stock blieben großteils unverändert.

Die Ausführung der Umbauarbeiten erfolgte teils in Eigenregie.

Publikation: Ziemlich maximal im Minimalen, Edith Schlocker – Tiroler Tageszeitung 10.03.2018

Haus M., Innsbruck (A)

Umbau einer Doppelhaushälfte aus den 1950er Jahren in Innsbruck (A)
Auftraggeber: Privat
Status:  geändert ausgeführt, 09-2012

Grundstücksgröße: ca. 300 m²
Netto-Grundfläche: ca. 150 m²

Haus B., M., Delden (NL)

Neubau eines Wohnhauses in Delden (NL)
Auftraggeber: Privat
Status:  geändert ausgeführt 09-2009

Grundstücksgröße: ca. 500 m²
Netto-Grundfläche: ca. 180 m²