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Haus L., Sistrans (A)

Erweiterung eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat, im Auftrag von Architektin Niki Ezra Petersen
Erbrachte Leistungen nach LM.VM.AK 2014: LPH 1-2
Status: Vorentwurf, abgeschlossen 6-2015

Grundstücksgröße: ca. 700 m²
Netto-Grundfläche: ca. 30 m²

Ein einfaches Haus wurde in den 1980er Jahren unglücklich in einer Art “Tiroler Stil” umgebaut. Es entstand eine Vielzahl an “Zimmerchen,” die durch kleine Fensterflächen und dunkle Terracottaböden nur wenig räumliche Qualitäten aufweisen.
Die Bauherrschaft wünschte sich im Erdgeschoss nun “endlich Mal einen hellen und sonnigen Raum” zum Lesen, zum Reden oder einfach “nur” zum Sitzen.
Ein “schnittiger” Baukörper, der sensibel auf den örtlichen Gegebenheiten reagiert, versucht diesen Wunsch gerecht zu werden.
Große, gezielt gesetzte Öffnungen ermöglichen ganztäglich das Eintreten von und Leben mit der Sonne und richten den Blick auf einen alten Baumbestand am Grundstück und in das Tiroler Oberland auf Hohe Munde & co.
Böden, Wände, Decken und Fenster sind aus hellem Holz konzipiert, während Außen mit einer Oberfläche aus grobem Putz an den Bestand weitergebaut wird.

Haus G., Sistrans (A)

Umbau eines Wohnhauses aus den 1960er Jahren in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Status: 1.Phase ausgeführt, 10-2008
Status: 2.Phase ausgeführt, 4-2010
Status: 3. Phase ausgeführt, 4-2012

Grundstücksgröße: 199 m²
Netto-Grundfläche: ca. 85 m²

Foto’s: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

Ziemlich maximal im Minimalen
Das einfache Haus steht auf ein Grundstück mit einer Fläche von knapp 200  m² und wurde für den eigenen Wohnzweck in mehreren Bauphasen saniert und adaptiert.
In der ersten Phase wurde im Erdgeschoß ein nachträglich eingebautes Badezimmer zugunsten der Essküche abgebrochen.
Die durch einen Wasserschaden unherstellbar beschädigten Holzböden wurden allesamt entfernt und durch einen robusten Eichenparkett ersetzt. Gang und Küche, Wc und Badezimmer bekamen Epoxydharzboden; Wände und Decken wurden neu gespachtelt und in unterschiedlichen Glanzgrade weiß gestrichen.

In den bestehenden Verbundfenstern wurde Isolierverglasung eingebaut und Dichtungen in den Rahmen eingefräst. Zusätzliche Fenster in Küche und Gang wurden in geölter, massiver Eiche ausgeführt. Ein großes und dickes Türblatt aus Holz mit eingearbeitetem Griff ersetzt die bestehende Hauseingangstür. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde der dunkle, ostseitig gelegene Hausgang durch die großzügige Neuverglasung des Windfangs räumlich aufgewertet.

Zwei Schiebetüren im Erdgeschoß ermöglichen nun einen fließenden Übergang zwischen Wohnzimmer, Küche und Gang. Die schmale Gangzone wurde durch einen raumhohen Spiegel, der auf der Rückseite einer Schiebetür aufgebracht wurde, optisch vergrößert und bietet den Kindern immer wieder ein spannendes Gegenüber.

 Badezimmer und Schlafzimmer im ersten Stock blieben großteils unverändert.

Die Ausführung der Umbauarbeiten erfolgte teils in Eigenregie.

Publikation: Ziemlich maximal im Minimalen, Edith Schlocker – Tiroler Tageszeitung 10.03.2018