Alle Artikel mit dem Schlagwort “Sistrans

Haus K., Sistrans (A)

Neubau eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Status: in Ausführung

Grundstücksgröße: ca. 1.100 m²
Netto-Grundfläche: ca. 190 m²

Das Grundstück liegt in ruhiger, exponierter Lage in der Gemeinde Sistrans und befindet sich seit Jahrzehnten in Familienbesitz. Die sich darauf befindende Gebäudestruktur hat sich in den letzten zwanzig Jahren zu einem “Reihenhauskonglomerat” aus verschiedenen, individuell gestalteten Wünschen und Sehnsüchten entwickelt. Nun soll das Haus des Großvaters aus den 1950er Jahren -sozusagen der “Kopf” der Anlage- abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Der vorliegende Entwurf versucht einerseits in seiner zurückhaltenden aüßeren Gestaltung ein wenig Ruhe in das heterogene Umfeld zu bringen. Andererseits wird aber durch  Weiterverwendung und Neuinterpretation von “Eigenheiten” aus dem Vorhandenen geschöpft, um damit das Haus im vorhandenen baulichen Umfeld einen selbstbewussten Platz zu geben.
Das Haus wird mittels einer Luftwärmepumpe beheizt; Außenwände ohne zusätzliche Wärmedämmung betonen den nachhaltigen Charakter des Hauses und den umweltbewussten Umgang mit den Ressourcen.

Backofen, Sistrans (A)

Neubau eines Holzbackofens in Sistrans (A)
Auftraggeber: Verein “Ein Holzbackofen als Begegnungsort für Sistrans”
Status: in Ausführung

Ausführung in Eigenregie

In einigen Gemeinden wird die Tradition des gemeinsamen Brotbackens in einem Holzofen wieder aufgenommen. In Tirol gibt es Beispiele in Telfes im Stubaital, in Hatting, bei den Don Bosco Schwestern in Stams … In Sistrans hat es laut Dorfchronisten nie einen Dorfbackofen gegeben.
An einem Ort, der für alle barrierefrei zugänglich ist, wird von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Holzbackofen errichtet. Dieser soll einmal im Monat eingeheizt werden und jede und jeder aus dem Dorf kann seinen Brotteig bringen und mitbacken lassen.
Die Wände des Ofens werden Schicht um Schicht  ohne Armierung in Stampfbeton aufgebaut und von Hand verdichtet; das tonnenförmige Dach ist aus wasserundurchlässiger Beton.

Durch das Backen soll wieder ein Bewusstsein für das Handwerk geweckt werden; Brot aus regionalen und traditionellen Zutaten, ohne Zusatzstoffe und von Hand geknetet, wie es nur mehr wenige Bäcker mit Leidenschaft betreiben. Damit wird das Interesse für eine ehrliche und „echte“ Qualität der Lebensmittel gestärkt.  Die Zeit des Anheizens und des Brotbackens kann als Zeit der Begegnung und des Austausches genützt werden.

Der Ofen wird ausschließlich über Spenden finanziert und instand gehalten.

Haus M., Sistrans (A)

Umbau eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Status: Ausführung, abgeschlossen 12-2017; Entwurf, abgeschlossen 01-2018

Grundstücksgröße: ca. 670 m²
Netto-Grundfläche: ca. 130 m²

“Ein Zimmer für Vier, bitteschön!”

Atelier G., Sistrans (A)

Umbau eines Dachbodens zum eigenen Atelier in Sistrans (A)
Auftraggeber: privat
Status:  ausgeführt 12-2015

Netto-Grundfläche: ca. 45 m²

Elektrotechnik: Mag. Peter Hofer-Zeni Elektrotechnik, Sistrans
Foto’s: Lukas Schaller, Wien

Der Dachboden des ehemaligen Gemeindeamtes wurde über die Jahre von einer Vielzahl von Vereinen genutzt. Im Zuge des Kindergarten-Neubaus wurden für den Krippenbauverein im Dorf neue Räumlichkeiten geschaffen.
Die Adaptierung des Dachbodens erfolgte as found; vorhandene Leuchtkörper und Tische wurden gereinigt und ggf. in stand gesetzt; Wände und Decken blieben unverändert und wurden weiß gestrichen. Heizkörper, Schaltermaterial, Lampen und Möbel sind allesamt gebrauchte Gegenstände die hier eine weitere Verwendung gefunden haben. Der in mitleidenschaft gezogene Boden aus OSB-Verlegeplatten wurde mit einer beige-farbenen Beschichtung versehen.
Die Räumlichkeiten sind als co-working space konzipiert und bieten die Möglichkeit für drei zusätzliche Arbeitsplätze für Jung- und Kleinunternehmer in Sistrans.
Die Ausführung des Umbaus erfolgte großteils in Eigenregie.

Re-port, Sistrans (A)

Wiederverwendung eines bestehenden Carports an einem neuen Bauplatz in Sistrans (A)
Auftraggeber: privat
Status: geändert ausgeführt 9-2015

Netto-Grundfläche: ca. 75 m²

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft hatte die Möglichkeit, im Ort ein bestehendes Carport günstig zu erwerben. Zu unserer großen Überraschung stellte sich heraus, das die bestehende, trapezförmige Überdachung mit nur ganz minimalen Adaptierungen am Grundstück ihrer Wohnanlage wiederverwendet werden konnte. Sämtliche Stahlbau- und Spenglerteile sowie die komplette Holzkonstruktion konnten großteils unbearbeitet wieder eingesetzt werden.
Das bestehende Dach wurde eigenhändig von den neuen Eigentümern abgetragen und mit Hilfe von Freiwilligen innerhalb weniger Tage am neuen Bauplatz wieder aufgestellt.

Haus L., Sistrans (A)

Erweiterung eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat, im Auftrag von Architektin Niki Ezra Petersen
Status: Studie

Grundstücksgröße: ca. 700 m²
Netto-Grundfläche: ca. 30 m²

Ein einfaches Haus wurde in den 1980er Jahren unglücklich in einer Art “Tiroler Stil” umgebaut. Es entstand eine Vielzahl an “Zimmerchen,” die durch kleine Fensterflächen und dunkle Terracottaböden nur wenig räumliche Qualitäten aufweisen.
Die Bauherrschaft wünschte sich im Erdgeschoss nun “endlich Mal einen hellen und sonnigen Raum” zum Lesen, zum Reden oder einfach “nur” zum Sitzen.
Ein “schnittiger” Baukörper, der sensibel auf den örtlichen Gegebenheiten reagiert, versucht diesen Wunsch gerecht zu werden.
Große, gezielt gesetzte Öffnungen ermöglichen ganztäglich das Eintreten von und Leben mit der Sonne und richten den Blick auf einen alten Baumbestand am Grundstück und in das Tiroler Oberland auf Hohe Munde & co.
Böden, Wände, Decken und Fenster sind aus hellem Holz konzipiert, während Außen mit einer Oberfläche aus grobem Putz an den Bestand weitergebaut wird.

Haus P., Sistrans (A)

Neubau eines Wohnhauses in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Status: Vorentwurf, abgeschlossen 2-2016

Grundstücksgröße: ca. 800 m²
Netto-Grundfläche: ca. 140 m²

Ein ganz normales Haus sollte es werden…
Von Außen unauffällig und unscheinbar, wurde das Haus von innen aus entwickelt.
Durch die leichte Hanglage des Grundstücks wurden die nach oben hin intimer werdende Raumzonen um jeweils ein halbes Geschoß versetzt. Es entstand eine sehr kompakte Bauform, die durch die Platzierung des zentralen Treppenhauses Gang- und Erschließungsflächen nahezu überflüssig macht.
Das Haus ist gedacht als verputzer einschaliger Mauerwerksbau mit Ziegeldach. Holzfenster und Fensterläden betonen einerseits die von der Bauherrin gewünschte Normalität, irritieren andererseits bei genauerer Betrachtung durch ihre Lage und Große in der Fassadenfläche.
Der Baukörper wurde platzsparend am nordöstlichen Eck des Grundstückes gelegt um eine eventuelle spätere Grundstücksteilung und die Errichtung von einem weiteren Haus zu ermöglichen.

Sieben Wohnungen, Sistrans (A)

Neubau von sieben wohnbaugeförderten Wohnungen in Sistrans (A)
Auftraggeber: GHS Wohnbau, Innsbruck (A)
Status: geladener Wettbewerb, 2.Preis, abgeschlossen 6-2014

Grundstücksgröße Rinnerstraße: ca. 800 m²
Netto-Grundfläche Rinnerstraße: ca. 350 m²

Grundstücksgröße Perlachweg: ca. 800 m²
Netto-Grundfläche Perlachweg: ca. 450 m²

Für die gemeinnützige Baugenossenschaft GHS wurden auf zwei Grundstücke in Sistrans insgesamt sieben wohnbaugeförderte Reihenhäuser entworfen. Hohes Augenmerk wurde auf einen schonenden Umgang mit dem Gelände, Erweiterungsmöglichkeiten der Wohnungen und großzügigen, privaten Außenräumen richtung süden und westen gelegt.
Das Konzept zielt auf eine frühe Einbindung der zukünftigen Bewohner. Für jedes Haus wurde eine eigene Grundrissfiguration geplant; die Weiterentwicklung würde von Anfang an in enger Abstimmung mit den zukünftigen Eigentümern erfolgen. In Korngröße und Typologie nehmen die beiden Anlagen Rücksicht auf die unterschiedliche Struktur in der unmittelbaren Nachbarschaft. Aus Kostengründen wird auf eine Unterkellerung der Häuser verzichtet und auf Zugangsebene entsprechende Abstellflächen vorgeschlagen.
Nachhaltige und einfache Materialisierung in verputzte Ziegelbauweise und Holz.

Haus G., Sistrans (A)

Umbau eines Wohnhauses aus den 1960er Jahren in Sistrans (A)
Auftraggeber: Privat
Status: 1.Phase ausgeführt, 10-2008
Status: 2.Phase ausgeführt, 4-2010
Status: 3. Phase ausgeführt, 4-2012

Grundstücksgröße: 199 m²
Netto-Grundfläche: ca. 85 m²

Foto’s: Toni Schade | sonaar, Innsbruck

Ziemlich maximal im Minimalen
Das einfache Haus steht auf ein Grundstück mit einer Fläche von knapp 200  m² und wurde für den eigenen Wohnzweck in mehreren Bauphasen saniert und adaptiert.
In der ersten Phase wurde im Erdgeschoß ein nachträglich eingebautes Badezimmer zugunsten der Essküche abgebrochen.
Die durch einen Wasserschaden unherstellbar beschädigten Holzböden wurden allesamt entfernt und durch einen robusten Eichenparkett ersetzt. Gang und Küche, Wc und Badezimmer bekamen Epoxydharzboden; Wände und Decken wurden neu gespachtelt und in unterschiedlichen Glanzgrade weiß gestrichen.

In den bestehenden Verbundfenstern wurde Isolierverglasung eingebaut und Dichtungen in den Rahmen eingefräst. Zusätzliche Fenster in Küche und Gang wurden in geölter, massiver Eiche ausgeführt. Ein großes und dickes Türblatt aus Holz mit eingearbeitetem Griff ersetzt die bestehende Hauseingangstür. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde der dunkle, ostseitig gelegene Hausgang durch die großzügige Neuverglasung des Windfangs räumlich aufgewertet.

Zwei Schiebetüren im Erdgeschoß ermöglichen nun einen fließenden Übergang zwischen Wohnzimmer, Küche und Gang. Die schmale Gangzone wurde durch einen raumhohen Spiegel, der auf der Rückseite einer Schiebetür aufgebracht wurde, optisch vergrößert und bietet den Kindern immer wieder ein spannendes Gegenüber.

 Badezimmer und Schlafzimmer im ersten Stock blieben großteils unverändert.

Die Ausführung der Umbauarbeiten erfolgte teils in Eigenregie.

Publikation: Ziemlich maximal im Minimalen, Edith Schlocker – Tiroler Tageszeitung 10.03.2018